Geschenk auszug


Es scheint Instinkte rassenhaft verschiede-ner Nationalitäten zu geben, die einer Vermischung entgegenwirken.
Aber wir dürfen nimmer vergessen, was diese Krise uns gelehrt hat: Die Herstellung einer befriedigenden Kooperation der Juden und Araber ist nicht Englands Problem, sondern unser Problem.
Denn was könnte für den Stand der poli-tischen Moral und des Gerechtigkeitsgefühles charakteristischer sein als die Haltung der Nationen gegenüber einer wehrlosen Minder-heit, deren Besonderheit in der Wahrung einer alten Kulturtradi-tion besteht?
Judentum scheint mir mehr der Inbegriff der im jüdischen Volke lebendigen Lebenseinstellung zu sein als der Inbegriff der in der Thora niedergelegten und im Talmud interpretierten Gesetze.
Wir vermögen dieses Ziel sehr wohl zu erreichen, weil unser Aufbauwerk so geführt worden ist und geführt werden muß, daß es auch den tatsächlichen Inter-essen der arabischen Bevölkerung dient.Unsere Freunde sind nicht gerade groß an Zahl, aber unter ihnen sind Menschen von hohem Geist und Gerechtigkeitssinn, denen die Veredelung der menschlichen Gemeinschaft und die Befreiung der Individuen von entwürdigendem Druck Lebensaufgabe ist.Es genügt nicht, daß wir uns als Individuum an der kulturellen Entwicklung der Menschheit be-teiligen, wir müssen auch solche Aufgaben in Angriff nehmen, die nur nationale Gesamtheiten zu lösen imstande sind.Wer den Geist erhalten will, muß auch den Körper pflegen, an den jener gebunden ist.Heute können wir mit Freude auf diese zehn Jahre zurückschauen; denn die vereinigten Kräfte des jüdischen Volkes haben in Palästina in diesen zehn Jahren ein schönes Werk erfolgreicher Aufbauarbeit geleistet, wohl mehr, als wir damals zu hoffen gewagt haben.Sie haben den Menschen nicht nur Moral gepredigt, sondern sie haben sie sogar verspottet, was vielen unantastbar zu sein schien.Aber eines hatten diese wenig beachteten, beschei-den lebenden Menschen vor uns voraus: Jeder von ihnen gehörte mit allen Fasern seines Herzens einer Gemeinschaft an, in der er ganz aufging und in der er sich als vollwertiges Glied fühlte - einer Gemeinschaft, die nichts von ihm.Vor einigen Jahrzehnten haben ein-sichtsvolle Männer, unter denen besonders geschenk mit schokobons der unvergeßliche Herzl hervorragt, den Gedanken gefaßt, daß wir eines geistigen Zentrums bedürfen, um in den Zeiten der Bedrängnis das Gefühl der Soli-darität aufrechtzuerhalten.Aber gerade diese Not ist uns heilsam ge-wesen.



Denn Verwaltungen kommen und gehen; die menschlichen Beziehungen aber geben im Völkerleben schließlich den Ausschlag.
Wohl weiß er, daß viele und vortreffliche Söhne des jüdischen Volkes zu der Blüte von Europas Kultur erheblich beigetragen haben.
In Osteuropa arbeitet sie un-ermüdlich an der leiblichen Erhaltung unseres dort ökonomisch un-gemein schwer bedrückten Volkes, währenddem die Gesellschau ORT eine sozial und ökonomisch schwere Schädigung zu heben trachtet, an der das jüdische Volk seit dem Mittelalter krankt.Sie bot dem Individuum plötzlich 100 ungeahnte Entwicklungsmöglichkeiten.Auf diese Weise folgen wir nicht nur einem Gebot der Klugheit, sondern auch unseren Tra-ditionen, die der jüdischen Gemeinschaft überhaupt erst ihren Sinn und Halt geben.Der Wert dieses Werkes für die Juden der ganzen Welt ist ein hoher.Die Heiligung des über-individuellen Le-bens bringt die Verehrung alles Geistigen mit sich - ein besonders charakteristischer Zug der jüdischen Tradition.





Wenn er dies ehrlich versucht, ohne von den Zeitgenossen verstoßen und vernichtet zu werden, so darf er sich und seine Gemeinschaft glücklich preisen.
Wir müssen uns unserer Artfremdheit klar bewußt sein und aus ihr die Konse-quenzen ziehen.

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